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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Intel Problem mit Sandy-Bridge-Chip: Neue iMacs, MacBook Pros erst später?



wokie
01.02.2011, 07:28
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In einer Pressemitteilung hat Intel bekannt gegeben , ein Designproblem in einem Chip der Intel-6-Serie entdeckt zu haben. Die Leistung des SATA-Controllers innerhalb des Chipsets kann mit der Zeit nachlassen, daher hat Intel die Auslieferung gestoppt. Erst im April wird wieder die volle Produktionsmenge erreicht - verzögern sich neue Macs um Monate?
Der Chip mit dem Codenamen „Cougar Point” unterstützt die Intel-Core-Prozessoren der Sandy-Bridge-Reihe. Die CPU selbst ist nicht betroffen, der Produktionsstopp betrifft einzig den Support-Chip. PCs mit Sandy-Bridge-Architektur werden laut Intel seit dem 9. Januar verkauft, es sollen daher nur wenige Systeme betroffen sein. Der Prozessorhersteller wird mit PC-Herstellern zusammenarbeiten, um Motherboards zu modifizieren.
Eine aktualisierte Version des Chipsets wird dann Ende Februar ausgeliefert, bis die Produktion wieder auf dem alten Niveau ist, wird es bis April dauern. Da Apple sich über Zeitpläne zur Einführung neuer CPUs in den Macs nie äußert, wird kaum bekannt werden, ob die Probleme bei Intel neue iMacs und MacBook Pros verzögern. Alternativchips zu Cougar Point gibt es nicht.
Wie Software, sind auch Chips nicht fehlerfrei, oft ist der normale Anwender von diesen Fehlern aber nicht betroffen. 1994 hatte es der Pentium-Bug sogar in die CNN-Nachrichten geschafft, obwohl umstritten ist, wie gravierend der Fehler wirklich war. Die Konkurrenz nutzte den Fehler natürlich aus und Intel hatte ein „Pentium-Gate”. Immerhin geht Intel dieses Mal schneller an die Öffentlichkeit, die Gesamtkosten (Einstellung der Produktion, Fertigung der neuen Version, Austausch betroffener Systeme) setzt Intel auf 700 Millionen US-Dollar fest.
Wegen des Chipset-Problems und den abgeschlossenen Übernahmen von McAfee und Infineon hat Intel die Aussichten für das erste Quartal leicht korrigiert.
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